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Die nanokleine Gefahr aus den Triebwerken und Auspuffen: Messen, erforschen und begrenzen!

vom: 1.7.2017

Sie sind unsagbar klein,mit menschlichen Augen nicht zu sehen. Man kann sie nicht hören, nicht fühlen,nicht schmecken. Und selbst die allerfeinsten Waagen, die die Feinstäube in derLuft gerade noch wiegen können, schlagen nicht mehr aus. Diese Kleinst-Teile inNanogröße, die sich bislang so gut getarnt der menschlichen Wahrnehmungentzogen haben, nennen wir Ultrafeinstaub-Partikel oder kurz UFP. Aberinzwischen können sie moderne Messgeräte zählen und durchaus feststellen, wiesie in welcher Anzahl unsere Atem-Luft verunreinigen. Sie entstehen faktischbei allen Verbrennungsprozessen, bei brennenden Kerzen ebenso wie bei Kaminen,aber auch in Motoren von Autos, Lkws - und auch bei Flugzeugen.

Die Ärzte haben sie unterVerdacht, gerade wegen ihrer Kleinheit noch krebserregender, noch schädlicherfür das menschliche Herz-Kreislauf-System zu sein als ihre größeren Geschwisteraus der Feinstaub-Klasse, denn sie kommen noch leichter in den Körper undkönnen dort problemlos in Alveolen, Blutbahnen und Körperzellen eindringen. Manmüsste sie jetzt, weil man es ja kann, zählen, messen und erforschen.Vielleicht muss es für sie auch einmal gesetzlich festgelegte Grenzwerte geben,wenn die Forschungen ergeben, dass und in welcher Belastungshöhe sie diemenschliche Gesundheit gefährden.

Die Menschen überall in derNähe der deutschen Groß-Flughäfen wollen nun wissen, wie viele UFPs die vielenFlugzeuge über ihren Köpfen ausstoßen, seien es die Anwohner des Frankfurter,des Münchner oder des künftigen Hauptstadt-Flughafens BER. Die Hessen sindderzeit noch vorne. Ihr grüner Umweltminister hat im Umland des FrankfurterRhein-Main-Flughafens bereits die ersten Mess-Stellen errichten lassen.Fachpersonal im hessischen Umweltministerium betreut die Messungen, sammelt undwertet die erhobenen Daten aus. Die Fluglärm-BIs in Bayern undBrandenburg/Berlin finden, dass ihre Landesregierungen genau das Gleiche könnenmüssen, was Hessen kann und kämpfen noch dafür, dass die Landesregierungen anIsar, Spree und Havel ihre Aufgabe der Gesundheits-Vorsorge für die Bevölkerunggenau so ernst nehmen wie die an Rhein und Main.

Zweimal sind imbrandenburgischen Landtag entsprechende Anträge der GRÜNEN und Freien Wählernicht auf die Zustimmung der regierenden Mehrheitsfraktionen aus SPD und LINKENgestoßen. Die Abteilungsleiterin des Umweltbundesamtes für Luftqualität AnnetteWichmann-Fiebig empfahl im Umweltausschuss des brandenburgischen Landtags dieUntersuchung der Luftbelastung durch UFPs rund um den künftigen BER. Und zwar vor und nach der Inbetriebnahme des BER! Es könnte sichdaraus ein wichtiger wissenschaftlicher Befund ergeben. Das aber hat an derHaltung der Regierenden in Brandenburgnichts geändert.

Wer aber sehr besorgt istüber den fall out der Flugzeuge an Schadstoffen über ihren Köpfen, weilunentrinnbar für ihre Lungen, sind die Bürger im Flughafenumfeld, die damit vonoben zusätzlich unsichtbar, unhörbar, unschmeckbar und ohne jegliche möglicheSchutzvorrichtung in feinster Zerstäubung berieselt werden. Und sie wollen,dass auf ihre Gesundheit geachtet wird und ihre Ängste ernst genommen werden.Petitionen zur Errichtung von UFP-Messpunkten der Fluglärm-BIs bekamen deshalbschnell die einstimmige Zustimmung in den Gemeindevertretungen vonBlankenfelde-Mahlow, von Großbeeren, von Schulzendorf und Zeuthen, ja die ganze Schutzgemeinschaft der Umlandgemeindenfordert unisono die sofortige Messungen der UFPs.

Die BürgerinitiativeMahlower Schriftstellerviertel (BIMS) e. V. hat heute durchaus mit Freude zur Kenntnis genommen,dass der Kreistag Teltow-Fläming ihre Petition zur Etablierung einesUFP-Mess-Systems ebenfalls einstimmig bei nur einer Enthaltung angenommen hat.Absolut keinen Anlass zur Freude gab dagegen das Verhalten der Leitung desLandesamtes für Umwelt (LfU) gegenüber dem Wunsch derKreistagsabgeordneten, man möge einen sachkundigen Mitarbeiter aus dem Amt indie Fachausschüsse schicken, der den Kreistagsabgeordneten die Sachverhalteerklärt und eine inhaltlich fundierte Diskussion anstößt und begleitet. DieLandesbehörde verweigerte sich zudem der Kreistags-Einladung ohne jeglicheweitere Begründung.

Die Kreistagsabgeordnetenvermuten, man verhalte sich so, weil man jegliche größere Diskussion, die aucheine Medienberichterstattung nach sich ziehen könnte, vermeiden will. Auch dieBIMS geht davon aus, das die Landesregierung dieses brisante Thema jetzt in dieSchweigespirale verschieben will in der Hoffnung, dass die besorgten Bürgerallerorten ihr Petitum aufgeben und verstummen.

"Diese Rechnung wirdnicht aufgehen. Nur weil unsere Landesbehörden sich beim heiklen Thema UFP amliebsten tot stellen, wird das Thema nicht sterben!" meint SigridZentgraf-Gerlach von BIMS e. V. Der Blankenfelde-Mahlower Ausschuss für Flughafen,Umwelt und Energie hat sich anderweitig hochkarätigen Sachverstand besorgt undzur Anhörung eingeladen. Es kommt am 18.07.2017 und trägt vor: Prof. Dr. AlfredWiedensohler, Leiter des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung. "Dieeinfachen Menschen in den Flughafen-Gemeinden ohne Amt und Mandat wollen, dassman ihr Recht auf Gesunderhaltung ernst nimmt. Ihre Gemeindevertreter wollen esebenso wie ihre Kreistagsvertreter, die sich derzeit stark für sie einsetzen.Unsere Landesregierung wird sich nicht auf Dauer und ohne erheblichen Gesichts-und Wählerstimmenverlust über den Willen der vielen Menschen in derFlughafen-Region hinwegsetzen können." meint Zentgraf-Gerlach. Undzuversichtlich meint sie: "Mitstreiter von BIMS e. V. aus Schulzendorf haben zudem eine gleichlautende Petiton beimKreistag von Dahme-Spreewald eingereicht. Auch dort werden sich die Bürger undihre Vertreter wohl kaum so einfach abwimmeln lassen, wie sich unsereignoranten Landesbehörden das vorstellen."

Wahlversprechen sind kein Geheimplan

vom: 9.11.2016

Die Berliner Grünen und Die Linken haben in ihrem Wahlprogramm die Forderung nach einem Nachtflugverbot in der gesetzlich definierten Zeit der Nacht von 22-6 Uhr verankert. Dieses Versprechen gilt es jetzt in den aktuellen Koalitionsverhandlungen auch umzusetzen.

Von Seiten der Luftverkehrslobby wird nun interessanter Weise mit herben finanziellen Verlusten für den Fall eines längeren Nachtflugverbotes gedroht. Ein „Geheimplan Provinzflughafen“ macht die Runde.

Unwahrheiten und falsche Behauptungen werden nicht richtiger, wenn man sie ständig wiederholt. Machen wir doch einmal einen kurzen Faktencheck:

1. Nachtflugbetrieb ist für die Flughafengesellschaft nachweislich ein Verlustgeschäft. Die Kosten des Flughafens decken in dieser Zeit nicht die Einnahmen durch Starts und Landungen.
Nutzen tut das nur den Airlines, da diese ihre Maschinen mehr Stunden am Tag fliegen lassen können und so eine geringere Anzahl an Flugzeugen zur Beförderung der gleichen Anzahl von Passagieren benötigen.

2. Oft wird so getan, als würde es internationale Flugverbindungen nur dann geben, wenn in der Nacht gestartet oder gelandet werden kann. Dem ist nicht so, was folgende Beispiele zeigen sollen:
Start: New York 18.00 Uhr -> Landung: Berlin 7.30 Uhr
Berlin 13.00 Uhr -> New York 16.00 Uhr
Bangkok 9.20 Uhr -> Köln-Bonn 14.55 Uhr
Köln-Bonn 16:25 Uhr -> Bangkok 7:55 Uhr

3. Richtig ist hingegen, dass in Berlin 165.000 und in Brandenburg 106.000 Bürger für ein Nachtflugverbot von 22-6 Uhr unterschrieben und Berliner Grüne wie auch Die Linke diese Forderung in Ihr Wahlprogramm aufgenommen haben.
Und das mit gutem Grund, denn faktisch wird mit dem BER am Standort Schönefeld ein innerstädtischer Flughafen gebaut, der nach Inbetriebnahme in Summe ca. 1,5 Millionen Menschen mit Lärm belasten wird (allein 1.078.000 Menschen durch Starts gemäß DFS). Das sind mehr Menschen, als in der drittgrößten Stadt Deutschlands, München wohnen! Und es werden immer mehr, da die Stadt beständig wächst!

4. Zur Wahrheit gehört leider auch, dass viele der Schwerstbetroffenen Menschen nicht, wie oftmals von den Verantwortlichen verbreitet, bestens vor dem Lärm geschützt werden.
So kann dem aktuellen Schallschutzbericht vom 30.09.16 http://www.lbv.brandenburg.de/3124.htm entnommen werden, dass aktuell 4.391 Objekte eine Entschädigung anstatt baulichem Schallschutz erhalten haben. Das heißt, dass bei 4391 Objekten kein Schallschutz im Rahmen der Schallschutzvorgaben herstellbar war.

Man muss also davon ausgehen, dass ca. 10.000 Menschen (Annahme 2,2 Personen pro Objekt) ungenügend geschützt werden, darunter sicher viele Frauen, Kinder und auch alte Menschen, die sich Ihren Lebensabend anders vorgestellt haben.
Das allein ist schon ein Grund, dass die Forderung für das Fliegen in der Nacht höchst unsozial ist und den Wertevorstellungen unserer Gesellschaft in keiner Weise entspricht!

5. Richtig ist, dass dieser falsche Standort nur mit Auflagen genehmigt wurde. Das BVerwG in seinem Urteil zum Flughafen Schönefeld am 16.03.2006 zur Planfeststellung: „Ziel des Ausbauvorhabens ist die Deckung des nationalen und internationalen Luftverkehrbedarfs der Länder Berlin und Brandenburg“ und „Gegenstand der Landesplanung ist nicht (mehr) ein internationaler Großflughafen mit 4 Start- und Landebahnen…sondern ein mittelgroßer Verkehrsflughafen mit einem modernen Zwei-Bahnen-System“.

6. Gutachten (z.B. Wirtschaftliche Situation am BER von Prof. Dr. Friedrich Thießen) und einfache Strukturanalysen ergeben, dass der BER nie wirtschaftlich betrieben werden kann, wenn die Investitionen und Kredite (aktuell über 6.7 Mrd. Euro) zurückgezahlt werden sollen.

Zur Erinnerung: Infrastrukturprojekte haben zunächst den Auftrag, einen gesellschaftlichen Bedarf abzudecken. Dabei ist es nicht zwingend erforderlich, Gewinne zu erzielen. Und selbst wenn ein Einnahmeverlust von insgesamt 300 Mio. € (nach Flughafenangabe, bis 2035, das wären 15 Mio. Euro/Jahr), aus angeblich reduziertem Flugaufkommen bei 8-stündigem Nachtflugverbot entstünde, so wäre dieser für die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen gut investiert.


Die Liste könnten wir so endlos fortsetzen.

Fassen wir doch mal die Kernbotschaft zusammen:
Der BER an diesem Standort ist nicht für das Fliegen in der Nacht geeignet. Wer in der Nacht fliegen will, der muss den Flughafen an einem anderen Standort- möglichst privat finanziert – neu bauen.

Wir fragen uns, wer persönlich von denen, die jetzt das Fliegen in der Nacht fordern, dazu bereit ist, die volle Verantwortung für das Leid der ungenügend geschützten Menschen und die daraus folgenden Gesundheitsschäden zu tragen und nicht nur mit dem Finger auf andere Politiker oder Parteien (Vorgänger, die den Standort Schönefeld festgelegt haben) oder Gerichte zu zeigen?

Wenn Politiker nach der Wahl ihre Wahlversprechen auch umsetzen, so kann man nicht von Geheimplänen sprechen. Im Gegenteil hilft das der immer größer werdenden Politikverdrossenheit entgegenzuwirken.
„In Anbetracht, dass die Brandenburger Linke und SPD das gewonnene Volksbegehren für ein Nachtflugverbot von 22-6 Uhr im Landtag angenommen haben, die Berliner Grünen und Linken die Forderung in Ihrem Wahlprogramm stehen haben, ergibt sich für den Bürger die Mehrheit von 4 zu 1 für das Nachtflugverbot. Einzig die Berliner SPD lehnt das Nachtflugverbot ab. Im gesundheitlichen Interesse der Bürger, sollte sich doch die klare gewählte Mehrheit hier durchsetzen. Alles andere wäre eine absolute Missachtung des Wählerwillens und ein Menschen verachtendes Einknicken vor fragwürdigen Zahlenspielen der BER-Protagonisten.“, so Markus Sprißler.

V.i.S.d.P.: Markus Sprißler

Nachtflugverbot BER - Regierungsbildung Berlin

vom: 13.10.2016

2012 forderten über 139.000 Berlinerinnen und Berliner ein landesplanerisches Nachtflugverbot von 22-6 Uhr für den zukünftigen BER (Volksbegehren Nachtflugverbot).

Grüne und Linke unterstützten damals das Volksbegehren. In ihren aktuellen Wahlprogrammen treten sie für ein Nachtflugverbot von 22-6 Uhr am zukünftigen BER ein. Im Land Brandenburg war 2012 das Volksbegehren ‚Nachtflugverbot‘ mit 106.000 Stimmen erfolgreich und wurde vom Landtag mit großer Mehrheit angenommen. Der alte SPD- und CDU-geführte Senat hat dieses Ergebnis direkter Demokratie im Nachbarland in seiner Umsetzung bisher verhindert.

ABB, BVBB und Bündnis SüdOst fordern Grüne und Linke in Berlin auf, zu ihren vor der Wahl gemachten Aussagen zu stehen und bei den aktuellen Koalitionsverhandlungen auf der Durchsetzung des Nachtflugverbotes zu bestehen.

Wir fordern außerdem die Berliner SPD auf, ihre Blockadehaltung in dieser Frage aufzugeben sowie auf ihre zukünftigen Koalitionspartner und die Brandenburger Landesregierung zuzugehen. Das desaströse Wahlergebnis hat den bisherigen Kurs der SPD nicht bestätigt.

Wir werden die Ergebnisse der nun stattfindenden Berliner Koalitionsverhandlungen genau betrachten und auswerten.

Der Gesundheitsschutz für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger muss höher bewertet werden als das Gewinnstreben der Luftverkehrswirtschaft. Der zukünftige BER wird auf Grund seiner falschen Lage direkt an der Stadtgrenze zu Berlin allein bei Starts 1.078.000 Menschen (Angabe der Deutschen Flugsicherung) mit Lärm überziehen.

Wer einen Nachtflugbetrieb am Hauptstadtflughafen will, der muss für die Errichtung eines neuen Flughafens an flughafentauglicher Stelle eintreten, bei dem die Anzahl der betroffenen Menschen so niedrig ist, dass sie sozialverträglich geschützt, bzw. um- oder abgesiedelt werden können.

Die Bürgerinitiativen werden zur außerordentlichen Tagung des 5. Parteitags der Linken (Fr, den 30.09.16 um 18.00 Uhr, Münzenberg-Saal in ND-Gebäude am Franz-Mehring-Platz 1) und zum Landesausschuss von Bü90/Grüne (Mi, den 05.10.2016 um 19.30 Uhr, Jerusalemkirche, Lindenstr. 85, in 10969 Berlin) jeweils eine Mahnwache veranstalten, um die Delegierten in ihrer Wahlaussage zum Nachtflugverbot am BER von 22-6 Uhr zu bestärken.

V.i.S.d.P. Markus Sprißler

Ultrafeinstaub des BER bedroht hunderttausende Berliner und Brandenburger

vom: 13.10.2016

In einem Schreiben an die Abgeordneten des Brandenburgischen Landtags wies dasAktionsbündnis Berlin Brandenburg auf die zu erwartende Ultrafeinstaubbelastungdurch den Flugbetrieb am zukünftigen BER hin.Jeder einzelne Abgeordneten wurde in diesem Schreiben aufgefordert, sich aus Gründender Gesundheitsvorsorge für die Erfassung der millionenfach durch die Flugzeugtriebwerkeausgestoßenen ultrafeinen Partikel (10 – 20 Nanometer) durch Messung inder Umgebung des zukünftigen Flughafens BER einzusetzen.Nur eine solide Datenlage ermöglicht es, Maßnahmen für eine Verringerung der Belastungzu ergreifen.

Neuere Studien, wie zum Beispiel die Studie am Großflughafen Schiphol müsseneigentlich bei allen Verantwortlichen die Alarmglocken läuten lassen:Ein Airbus A330 stößt beim Start ca. 10 Billiarden ultrafeine Teilchen pro Sekunde aus.Je nach Windrichtung wurde die durch den Flugverkehr am Flughafen Schipholerzeugte Ultrafeinstaubwolke noch in 20 km Entfernung gemessen.

Der Flugverkehr am zukünftigen Großflughafen BER wird eine gewaltige Menge anUltrafeinstaubpartikel produzieren. Da Feinstaub laut WHO stark gesundheitsschädlichist, gibt es keinen Grund zu glauben, dass Ultrafeinstaub nicht gesundheitsschädlichist.

So erkennen die dänischen Gesundheitsbehörden dann auch Krebserkrankungen vonFlughafenmitarbeitern als Berufskrankheit an und führen diese mit hoher Wahrscheinlichkeitauf Ultrafeinstaub zurück.https://www.cph.dk/contentassets/04a9b35237a547d1a924ea3c9df25c31/air-pollutionin-airports_german.pdf

Für ultrafeine Partikel besitzt der menschliche Organismus keine Barrieren. Sie gelangenüber die Lungenbläschen direkt ins Blut und können sich dann in den Organenablagern.

Aktuell gibt es noch keine Grenzwerte für ultrafeine Partikel im Nanometerbereich.Gemessen werden müssen gegenwärtig gemäß EU-Vorschriften lediglich die sehr vielgrößeren Teilchen PM 2,5 Mikrometer und PM 10 Mikrometer (Feinstaub).

Wer jedoch glaubt eine Erfassung der sehr viel kleineren ultrafeinen Partikel mit Verweisauf bisher nicht vorliegenden Vorschriften zu begründen, der verkennt seine Verantwortungals Abgeordneter für den Gesundheitsschutz hunderttausender betroffenerBürgerinnen und Bürger.

Das Schreiben “Ultrafeinstaub des BER bedroht hunderttausende …“ vom 06.Juli 2016an die Abgeordneten des Brandenburger Landtages incl. seiner Anlagen kann eingesehenwerden:

Anlagen:
- Das Schreiben an die Abgeordneten
- Ultrafeinstaub überwindet alle Grenzen
- Ultrafeinstaub Schiphol-Amsterdam
– gesundheitsgefährdende Ultrafeinstaubkonzentrationenin Wohngebieten in der Umgebung des Amsterdamer Flughafens

V.i.S.d.P.: Markus Sprißler

Volksbegehren nimmt CDU-Herausforderung an! Forderung nach BER-Ausbau widerspricht den Interessen der Bürger!

vom: 13.1.2016

Die jüngste Forderung der Brandenburger CDU-Landtagsfraktion, den BER zu einem internationalen Drehkreuz auszubauen, wurde von den Initiatoren des Volksbegehrens gegen die 3. BER-Startbahn mit Empörung zur Kenntnis genommen.

„Wir nehmen die Herausforderung an. Der Ausbau des BER zu einem internationalen Drehkreuz stellt deutlich die Interessen der Luftverkehrsindustrie über das Wohlergehen der Bürger. Die ganze Region würde unter einem Teppich aus Lärm und Abgasen verschwinden“, erklärte Stefanie Waldvogel für die Initiatoren. Der Vorstoß mache deutlich, dass das Volksbegehren zum richtigen Zeitpunkt gestartet wurde. „Noch können die Bürger sich wehren und den Ausbau verhindern. Ein Erfolg am 18. Februar, dem Stichtag des Volksbegehrens, wäre ein unmissverständliches Zeichen, dass die Brandenburgerinnen und Brandenburger sich nicht länger übergehen lassen“, so Stefanie Waldvogel weiter.

Nur noch bis zum 18. Februar 2016 können Brandenburgerinnen und Brandenburger ab 16 Jahren sich am Volksbegehren gegen den BER-Ausbau beteiligen. Die Eintragungslisten liegen in den Rathäusern aus. Auf der Seite www.stimme-gegen-fluglärm.de können die Briefwahlunterlagen ebenfalls bequem angefordert werden. Betroffene Anwohner und Umweltinitiativen wollen den künftigen Flughafen Schönefeld auf zwei Start- und Landebahnen beschränken und eine maximale Kapazität von 360.000 Flugbewegungen im Jahr festschreiben.

Von der Erweiterung des Flughafens befürchten die Kritiker eine Verdoppelung der bislang geplanten Flugbewegungen und damit noch mehr Fluglärm und eine höhere Umweltbelastung.

Brandenburgisches Volksbegehren: NEIN zur 3. BER-Startbahn

vom: 14.12.2015

Die Plakate im Ort machen darauf aufmerksam: Seit Mitte August läuft in Brandenburg ein neues Volksbegehren gegen eine 3. BER-Startbahn.

Worum geht es?

Durch das Volksbegehren wollen Bürgerinitiativen und betroffene Anwohner die Zahl der Flugbewegungen am Flughafen BER auf 360.000 im Jahr begrenzen und eine 3. Startbahn verhindern. Eine Forderung nach Erweiterung und Ausbau des BER zu einem internationalen Drehkreuz steht im Raum, seit bekannt ist, dass der Flughafen schon zum geplanten Eröffnungstermin zu klein sein wird.
Eine 3. Startbahn würde zu einer Erhöhung bis zur Verdoppelung des Flugverkehres und einer Breitfächerung des Fluglärmes führen; sie vergrößert das Gebiet der betroffenen Gemeinden, ohne dabei eine einzige zu entlasten. Eine ganze Region wäre von deutlich mehr Fluglärm und einer höheren Umweltbelastung mit den damit einhergehenden gravierenden gesundheitlichen Folgen betroffen.

Was können Sie tun?

Bitte unterstützen Sie das Volksbegehren durch Ihre Unterschrift, damit sich der Landtag erneut mit dem Thema beschäftigen muss. Auch bei diesem Volksbegehren werden in Brandenburg 80.000 Stimmen benötigt.

Vom 19. August 2015 bis zum 18. Februar 2016 können alle Bürger, die seit mindestens einem Monat im Land Brandenburg gemeldet sind, und die am Stichtag 18. Februar das 16.Lebensjahr vollendet haben, in ihren zuständigen Bürgerämtern für das Volksbegehren unterschreiben oder ihre Briefwahlunterlagen anfordern. Letzteres ist auch bequem online unter www.stimme-gegen-fluglärm.de möglich. Hier sind noch weitere Informationen zusammengestellt.
Das Volksbegehren gegen Nachtflug im Jahr 2012 war mit 106.391 Unterschriften das erste erfolgreiche Volksbegehren in Brandenburg überhaupt.

GroßbeerenerBürger können auch im Rathaus Großbeeren zu folgenden Zeiten unterschreiben:
Montag - Freitag von 9.00 - 12.00 Uhr
Dienstag von 13.00 - 16.00 UhrDonnerstag von 13.00 - 18.00 Uhr

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